Abdrücke im Teppich einfach entfernen

Ein Teppich verschönert den Raum, da er Wärme gibt und Farbe ins Leben bringt. Häufig werden auf Teppiche jedoch schwere Möbel wie beispielsweise Tische oder Schränke gestellt. Sollen diese dann verrückt oder aus der Wohnung entfernt werden, ist der Teppich voll von Druckstellen. Wie Sie diese Abdrücke ohne großen Aufwand entfernen, erklären wir im Folgenden.

Zwei Varianten, ein Ziel

Für die Entfernung von einem unschönen Teppichabdruck stehen Ihnen zwei Methoden zur Verfügung. Beide Möglichkeiten unterscheiden sich deutlich. Eine Variante nutzt die Eigenschaften von Kälte und Frost um ans Ziel zu kommen und die andere Methode kommt über heiße Dämpfe zum gewünschten Ergebnis. Die Möglichkeiten führen jedoch beide zum Ziel und benötigen wenige Hilfsmittel.

Die Eiswürfelmethode

Material:

  • Eiswürfel
  • Lappen
  • Staubsauger

Schritt 1: Saugen Sie im ersten Schritt den Teppich gründlich ab. Hierdurch lässt sich verhindern, dass Schmutzpartikel beim anschließenden Anfeuchten in die Teppichfasern gelangen und somit den Stoff unansehnlich machen. Das Entfernen von Abdrücken sollte nur bei einem möglichst sauberen Teppich erfolgen.

Schritt 2: Im nächsten Schritt kommen die Eiswürfel zum Einsatz. Diese legen Sie auf die zu behandelnden Stellen und lassen sie bei normaler Zimmertemperatur langsam schmelzen. Die Fasern erhalten durch die Berührung mit den Eiswürfeln einen Schockfrost und werden im Anschluss durch das Wasser aufgeweicht. Dadurch "vergessen" die Fasern ihren Zustand und können neu ausgerichtet werden.

Schritt 3: Im dritten Schritt trocknen Sie mit einem Lappen das überflüssige Schmelzwasser auf, welches nicht in den Teppich eingezogen ist. Andernfalls können Sie dieses einfach trocknen lassen.

Schritt 4: Der letzte Schritt ist das Aufrichten der Teppichfasern. Hierfür mit dem Staubsauger intensiv über den Teppich fahren, bis sämtliche Fasern wieder im Originalzustand sind und der Teppich keine Abdrücke mehr aufweist.

Die Bügeleisenmethode

Material:

  • Bügeleisen
  • Baumwolltuch
  • Wasser

Die Wärmemethode ist schneller und sauberer als die Eismethode. Sie benötigen hierfür jedoch ein Bügeleisen, sodass Stromeinsatz notwendig ist. Sollten Sie im Besitz eines Dampfbügeleisens seien, überspringen Sie die ersten Punkte und steigen bei Schritt 2a ein.

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Schritt 1: Im ersten Schritt der Bügeleisenmethode muss das bereitgestellte Baumwolltuch unter dem Wasserhahn leicht angefeuchtet werden. Den betroffenen Teppichabdruck belegen Sie dann mit dem Tuch, wodurch später eine Art Dampfkessel entsteht.

Schritt 2: Im zweiten Schritt fahren Sie mit dem Bügeleisen über das feuchte Baumwolltuch, sodass das Wasser erwärmt wird und Dampf entsteht. Diese feinen heißen Wassermoleküle lösen starre Teppichfasern und bringen diese wieder in einen formbaren Zustand. Der Wasserdampf verdunstet schnell und die Fasern richten sich auf.

Schritt 2a: Halten Sie ihr Dampfbügeleisen wenige Zentimeter über dem Teppich und betätigen mehrfach die Dampffunktion des Bügeleisens. Die Wassermoleküle im Dampf machen den Teppich wieder formbar und die Fasern richten sich auf.

Schritt 3: Im Normalfall verschwindet der Teppichabdruck im Anschluss von alleine. Wenn dies nicht direkt geschieht, können Sie auch hier mit dem Staubsauger nachhelfen, indem Sie mehrfach an der betroffenen Stelle die Fasern nach oben saugen.

Ausnahme: Synthetik

Abdrücke auf dem Teppich durch Möbel sind nicht schön und stören das Aussehen der Wohnung. Daher ist es positiv, dass Sie durch die hier vorgestellten Methoden einen Teppichabdruck schnell entfernen können. In der Unterscheidung der Methoden bleibt festzuhalten, dass die Eiswürfelmethode nur dann sinnvoll ist, wenn Sie diese bereits vorrätig haben. Das Herstellen von Eiswürfeln ist deutlich aufwendiger, als ein Bügeleisen einsatzbereit zu machen. Sollte die Abdruckstelle jedoch schwer zu erreichen sein, eignet sich die Eiswürfelmethode besser. Ein Hinweis zum Abschluss: Künstliche Teppiche aus Synthetik lassen sich nicht mit diesen Methoden behandeln, da die Fasern durch schwere Möbel geknickt werden und sich in den meisten Fällen nicht mehr aufrichten lassen.

Bildernachweis: © vicnt - iStock.com

Bildernachweis: © Piotr Adamowicz – iStock.com

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