Farbe und ihre Wirkung in Räumen

Machen Sie Schluss mit tristen Wänden und greifen Sie stattdessen mutig in den Farbtopf! Nichts bestimmt die Wirkung eines Zimmers und somit unsere Stimmung mehr als die Wandfarbe. Doch wissen Sie um die Bedeutung der unterschiedlichen Farben und wie sich die Raumwirkung innerhalb der Wohnung mittels einer gezielt eingesetzten Farbgestaltung beeinflussen lässt?

Natürliche Erdtöne und sogenannte Nichtfarben

Kennen Sie die sogenannten "Nichtfarben"? Als Nichtfarben werden mit Schwarz und Weiß jene Töne bezeichnet, die auch als unbunte oder neutrale Farben gelten. Die Neutralität macht diese Raumfarben zu idealen Kombinationsfarben, allerdings sind sie auch solo einsetzbar. Werden alle Wände komplett weiß gestrichen, wirkt das Zimmer luftig und hell. Ein weiterer Effekt ist die zusätzliche optische Vergrößerung der Wohnfläche und Wandhöhe. Sofern die Einrichtung vielfarbig ist oder sich stilistisch stark voneinander unterscheidet, dienen weiße Wände als eine Art unbefleckte Leinwand und bringen Ruhe und Ordnung in den Raum. Im Gegensatz dazu lassen schwarze Flächen ein Zimmer kleiner wirken, schlucken optisch das Licht und sollten deshalb nur partiell und in Kombination mit hellen Möbeln eingesetzt werden. Zu Weiß und Schwarz gesellen sich gern lichte Mischtöne wie Steingrau und Schiefergrau oder natürliche Erdtöne wie Haselnussbraun, Hellbeige oder Siennarot. Eine Farbe dieser Art verleihen besonders dem Wohn- und Esszimmer Gemütlichkeit und wirken entspannend und ausgleichend.

Warme und sonnige Wandfarben

Warme und sonnige Wandfarben sorgen selbst an trüben Tagen für Helligkeit und schaffen eine positive und heitere Stimmung. Ein leuchtendes Zitronengelb oder ein sanftes Pastellgelb lassen zudem kleine Räume größer erscheinen. Gelbtöne gelten gemeinhin als anregend, belebend und kommunikationsfördernd und wirken sich positiv auf das Gedächtnis aus. In diesem Sinne eignen sie sich perfekt für die Bereiche rund um das Wohn- und Arbeitszimmer sowie für die Küche. Im Zusammenspiel mit erdigen Brauntönen oder angesagten Graunuancen entsteht je nach Belieben ein heimeliger oder moderner Look. Wählen Sie hingegen ein sonniges Orange zur frischen Farbgestaltung Ihrer Wände, fördern Sie eine lebensbejahende und freundliche Atmosphäre. Wirken Orangetöne doch sozial verbindend und wärmen das Gemüt, eignen sich demnach perfekt für alle Zimmer, in denen die Familie zusammenkommt. Speziell innerhalb Küche und Esszimmer regt die warme Farbe den Appetit an und fördert die Geselligkeit. Vielleicht setzen Sie bei der Farbgestaltung auch auf ein intensives Rot um eine dynamische Raumwirkung zu erzielen. Rot wirkt sowohl körperlich als auch geistig stimulierend und sollte daher eher nicht in Ruheräumen wie dem Schlafzimmer, sondern vielmehr in Fitness- oder Hobbyräumen zum Einsatz kommen. Ein Übermaß dieser Farbe kann im Gegenzug als Nervosität fördernd aber auch als wärmend und anheimelnd empfunden werden. Bezüglich der visuellen Raumwirkung lassen rote Wände die Wohnfläche kleiner wirken und empfehlen sich daher in erster Linie für hohe Wandmaße.

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Kalte Farben und Beerentöne

Zu den kalten Wandfarben zählen Blau und Grün in allen erdenklichen Abstufungen. Farbtöne wie Eisblau, Pastellblau oder Marineblau werden als kühlend und entspannend beschrieben und dienen der optischen Vergrößerung von Räumen. Streichen Sie etwa Ihr Schlafzimmer in einer blauen Farbe, entfaltet Blau seine beruhigende Wirkung und sorgt vor dem Einschlafen für innere Ausgeglichenheit. Auch die Farbgestaltung mit grünen Flächen vermittelt Geborgenheit und Entspannung. Dank seiner kreativitätsfördernden Eigenschaften weckt ein grünes Zimmer die Lust auf Neues, wirkt revitalisierend und regenerierend.

Wie Wandfarben das Unterbewusstsein beeinflussen

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Für welchen Farbton Sie sich auch entscheiden, um Frische und Abwechslung in Ihre Wohnung zu bringen: Berücksichtigen Sie, dass dunkle Wandfarben hinsichtlich der Raumwirkung optisch verkleinernd wirken, während helle Töne Weite und Offenheit suggerieren.Bei einem Raum mit niedrigen Decken lassen lichte Nuancen die Wohnfläche demnach größer erscheinen, wohingegen sich dunkle Farben zur Verkleinerung für hohe Räume anbieten. Sofern Sie bei der Renovierung partiell vorgehen und nur einzelnen Wänden einen neuen Anstrich verleihen, können dunkle Farbtöne in Kombination mit hellen Nuancen einem Zimmer mehr Tiefe geben. Auch wenn Sie sich beim Streichen an Ihrer Lieblingsfarbe orientieren, ist es empfehlenswert sich vorab Gedanken um die psychologische Farbwirkung zu machen. Diese spricht das Unterbewusstsein auf unterschiedliche Weise an und beeinflusst so nicht nur das Wohlbefinden, sondern auch die Motivation, Kreativität und Vitalität. Je nach Raum ist es demnach von Vorteil, sich vor der Renovierung genau im Klaren zu sein, welchem individuellen Zweck der Wohnbereich dient und welcher Effekt nach Möglichkeit erzielt werden soll. Unsere kleine Übersicht hilft Ihnen dabei, vor dem Streichen die wichtigsten Fragen zur klären, damit einer erfolgreichen Umgestaltung nichts mehr im Weg steht:

  • Helle Nuancen strecken niedrige Räume
  • Dunkle Töne wirken optisch verkleinernd
  • Weiß und Schwarz sind ideale Kombinationsfarben
  • Akzente setzen durch andersfarbige Wände
  • Vor der Renovierung Gedanken um die Farbwirkung machen
  • Welchen Effekt soll der Wohnbereich erzielen?
  • Die Farben dementsprechend abstimmen

Bildernachweis: 54537578 © sumnersgraphicsinc- iStock.com

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